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Helsa und Ortsteile

Trotz der Nähe zu Kassel konnte sich die Gemeinde Helsa ihre dörfliche Idylle bewahren, ohne auf die Vorzüge einer größeren Stadt zu verzichten. Ob Sie nun in Helsa leben oder ein Unternehmen ansiedeln möchten, es gibt viele Gründe die für Helsa sprechen.

Die B7, von Erfurt über Eisenach und Hessisch Lichtenau führt genau am Ortsrand weiter in die Stadtmitte von Kassel. Daher hat Helsa keinen störenden Durchgangsverkehr und ist dennoch gut am Verkehrsnetz angebunden. Mitten in der Natur und schnell in der Großstadt. Wo kann man schöner Leben, wo kann man besser ein neues Gewerbe ansiedeln. Die Gemeinde Helsa besteht aus den Ortsteilen: Helsa, St. Ottilien, Wickenrode und Eschenstruth mit der Waldhofsiedlung. Insgesamt hat die Gemeinde 5.617 Einwohner.

Ortsteil Eschenstruth
   

Die erste urkundliche Erwähung Eschenstruths erfolgte 1126. In der gleichen Zeit wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, die noch heute romanische Elemente enthält. Die Viehhaltung war lange Zeit der Haupterwerb , da die umliegenden Böden für Landwirtschaft zu karg waren. Um 1515 siedelten sich Eisenschmiede an und machten das Dorf zu einem lokalen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit 190 Einwohnern konnte Eschenstruth 1585 eine stattliche Einwohnerzahl vorweisen. Köhler können ab 1640 nachgewiesen werden, dennoch wurde die Leineweberei allmählich zum Haupterwerb. Die Weberei in Heimarbeit währte über 300 Jahre, wurde aber Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Errichtung einer mechanischen Weberei aufgelöst. Im 18. und 19. Jahrhundert sind Vogelhändler im Dorf ansässig, die Blutfinken als Nebenerwerb dressieren und im nahen Kassel verkaufen. Bildergalerie

Helsa - 650 Jahre Geschichte

Eingebettet zwischen den Erhebungen von Stiftsberg, Buchberg und Kaufunger Wald liegt der Ort Helsa. Das Dorf ist eine relativ späte Gründung. Es entstand in den ersten Hälften des 14. Jahrhunderts. Der Name beinhaltet "hel": Moor, Sumpf; ein Wort, das sowohl die damalige Situation wie die späte Gründung erklärt. 1353 wird das Dorf Helsa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schaf- und Viehzucht bestimmten damals neben der Landwirtschaft das Leben der Bewohner. Das Dorf gehörte dem Kloster Kaufungen, und es blieb auch nach der Reformation als "Stiftsdorf" dem Ritterstift Kaufungen verbunden. Ein Helsaer Pfarrer wird zum ersten Mal 1425 erwähnt. Nimmt man die Abgaben, die nach Fritzlarer Registern zu zahlen sind, ist Helsa eine sehr kleine Pfarrei. Der Aufstieg des Dorfes begann erst im 16. Jahrhundert. Helsa gehört zu den Dörfern, in denen die Glasmacher lebten, die im Kaufunger Wald und der Söhre arbeiteten. Als 1592 mit einem landgräflichen Erlass, der die Wälder schützen sollte, die Blütezeit endete, hielt der Aufstieg des Dorfes an. Inzwischen verkehrte auf der Straße im Lossetal eine regelmäßige fahrende Post. In Helsa gabelte sich diese Post- und Handelsstraße und führte von hier über Witzenhausen bis Berlin und über Lichtenau nach Leipzig. Helsa wurde Sitz einer großen Poststation. Post und wachsender Durchgangsverkehr brachten dem Dorf einen schnellen Aufschwung. Bildergalerie

Ortsteil St. Ottilien
Der heutige Ort stammt aus dem Jahr 1699, doch lässt sich bereits 1506 eine Kapelle "St. Ottilia" nachweisen.
Besiedelt wurde St. Ottilien um 1700 von Hugenotten, die ihres Glaubens wegen aus Frankreich vertrieben wurden
und in der Landgrafschaft Hessen-Kassel eine neue Heimat fanden. Insgesamt soll es sich um 14 Familien gehandelt haben, etwa 50 Personen. Jede Familie erhielt einst 1 Portion Land (Haus, Garten, Wiese, Äcker). In den folgenden Jahren mischte sich die Bevölkerung mit der der umliegenden Dörfer, doch erst 1825 wurde die französische Sprache vom Deutschen in Kirche und Schule abgelöst. Schule und Kirche wurden 1727 errichtet und bilden noch heute den Dorfmittelpunkt. 1779 lebten 96 Menschen in St. Ottilien (heute etwa 310 Einwohner). Das kleine beschauliche Dorf hat auch heute nichts von seinem Herkunftscharakter und Charme eingebüßt. Bildergalerie
Siedlung Waldhof

Die Siedlung Waldhof liegt in einem kleinen Seitental der Losse und ist eng verbunden mit der Geschichte der Munitionsfabrik in Hirschhagen. In den 30er Jahren wurden in der näheren Umgebung von Hessisch Lichtenau mehrere Siedlungen und Zwangsarbeiterlager errichtet. Die 50 Gebäude wurden von Frauen aus dem Reichsgebiet bewohnt. Erst mit der Gründung der Bundesrepublik 1949 wurde Waldhof zum Wohngebiet. Heimatvertriebene Familien zogen in die umgebauten Häuser ein und erwarben diese im Laufe der Zeit. Heute ist Waldhof ein ruhiges Wohngebiet außerhalb Eschenstruths mit dem Charakter eines Feriendorfes. Eine idyllische Wohnsiedlung mit einem Gasthof und einem Seniorenwohnheim.

Zur Geschichte der Siedlung Waldhof:
Um 1939 wird in einem Seitental der Losse eine Arbeitsdienstsiedlung für ca. 1000 Frauen und Mädchen gebaut, die im Munitionswerk Hirschhagen zwangsverpflichtet waren. Nach dem Krieg waren amerikanische Soldaten dort stationiert. Jüdische Auswanderer fanden nach 1945 zwischenzeitlich Unterkunft. Im späteren Verlauf siedelten sich Vertriebene aus besetzten Gebieten an und bildeten die Grundlage für die Siedlung Waldhof . Bildergalerie

Ortsteil Wickenrode

Seit dem 01.08.1972 ist Wickenrode ein Ortsteil der Großgemeinde Helsa mit den ehemaligen selbständigen Gemeinden Eschenstruth und St. Ottilien. Bereits am 01.12.1970 hatten sich die Gemeinden Helsa und Wickenrode freiwillig zusammengeschlossen und führte den Ortsnamen Helsa-Wickenrode.
Wickenrode liegt am Südrand des Kaufunger Waldes, auf halbem Wege zwischen Werra und Fulda, zwischen Kassel und Witzenhausen.Wer sich ihm von Fulda und Losse her nähert, biegt in der Kerngemeinde Helsa in eine sanft geschwungene Senke ein, die nach Osten bis zur Passhöhe des Pfaffenberges stetig ansteigt. In viel verschlungenen Windungen sucht hier der Wedemannbach seinen Weg durch den Wiesengrund um weitere Zuflüsse aus den Seitentälern aufzunehmen. Ringsum die mauerumwehrte Kirche, die im Jahre 1786 erbaut wurde, stehen die schmucken Fachwerkhäuser neben einem neu gestalteten Ortskern. Böllenberg und Giesenberg, Buchberg und Sandberg rahmen das Bild ab. Nach Südosten geben Wald und Wiesen des Hirschberges den Hintergrund.

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